Schwandorf, 07.01.2017

Eisrettungsübung

Jugendgruppe übt Rettung einer ins Eis eingebrochenen Person

Nach den teilweise zweistelligen Minustemperaturen der letzten Woche hatte sich auch auf der Naab vor der Unterkunft des THW Schwandorf eine etwa zehn Zentimeter dicke Eisschicht gebildet. Diese Gelegenheit nutzte die Jugendgruppe für eine Eisrettungsübung.                                                                       

Nach einer kurzen theoretischen Einweisung über das richtige Verhalten und die Gefahren auf dem Eis, sowie dem Vorgehen zur Rettung einer eingebrochenen Person folgte der Praxisteil auf der Naab. Nachdem ein THW Aktiver mit der Motorsäge ein Loch in das Eis gesägt hatte, begab sich ein älterer Junghelfer in einem Trockentauchanzug, gesichert durch eine Leine, in das Eisloch.

Zur Rettung des Eingebrochenen gingen je zwei Junghelfer mit Auffanggurt und Sicherungsleine, sowie einer Leiter auf das Eis. Um möglichst wenig Gewicht auf die dünne Eisfläche zu bringen, robbten die Jugendlichen in die Nähe der Einbruchstelle und schoben die Leiter zum Eingebrochenen. Dieser konnte sich daran festhalten und schließlich aus dem Wasser und ans Ufer gezogen werden.

 

Allgemeine Hinweise zum Betreten von Eisflächen:

  • Gehen Sie nie alleine aufs Eis!
  • Betreten Sie einen See erst, wenn das Eis 15 Zentimeter dick ist. Bei einem Fließgewässer beträgt die erforderliche Dicke 20 Zentimeter.
  • Verlassen Sie das Eis sofort, wenn es knistert und knackt.
  • Wenn Sie einzubrechen drohen, legen Sie sich flach auf das Eis und bewegen Sie sich vorsichtig zurück Richtung Ufer.
  • Sollte dennoch eine Person ins Eis eingebrochen sein, muss unverzüglich ein Notruf (112) abgesetzt werden.
  • Versuchen Sie die eingebrochene Person mit langen Gegenständen (Äste, Stangen, Leitern, Jacke ...) aus dem Wasser zu ziehen. Der Abstand zur Einbruchstelle muss dabei so groß wie möglich bleiben. Um Ihr eigenes Gewicht großflächig auf das geschwächte Eis verteilen zu können, dürfen Sie sich nur liegend bewegen.

 

 


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